Die Sonne
Wissen — Von Peter Lustig am 26. 04., 2010 um 14:52Im weitesten Sinn ist “Sonne” nur ein anderes Wort für “Stern”. Im Folgenden wird jedoch (entsprechend der gängigen Verwendung des Wortes) unter “Sonne” nur der beherrschende Himmelskörper unseres Planetensystems, also “unsere Sonne”, gemeint.
Die Sonne hat einen Durchmesser von 1.390.000 km. Mit ihrer Masse von 1,989 x 10^30 kg beinhaltet sie 99,8% der gesamten Masse unseres Solarsystems. Zum Vergleich: Die Masse der Sonne entspricht 1,3 Millionen Erden-Massen. Betrachtet man freilich die Gesamtheit aller Sterne der Milchstraße, so ist die Sonne nur von durchschnittlicher Größe und wird zu den “Gelben Zwergen” gezählt. Die solare Masse besteht zu etwa 99% aus Wasserstoff und Helium.
Die Schichten der Sonne
Von innen nach außen werden folgende solare Zonen (mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften) unterschieden: Kern – Strahlungszone – Konvektionszone – Photosphäre – Chromosphäre – Korona. In ihrer äußersten Schicht hat die Sonne eine Temperatur von 6.000° C. Für das Leben auf unserem Planeten ist sie von grundlegender Bedeutung. Nahezu 100% der zum Erdklima beitragenden Energie wird von der Sonne geliefert. (Der verschwindend kleine Rest rührt aus geothermalen Quellen her.)
Solarenergie
Die solare Energie wird aus einer Kernfusion bezogen. Über mehrere Zwischenstadien verschmelzen je vier Wasserstoff-Atomkerne zu einem Heliumkern. Dies geschieht im innersten Teil der Sonne bei 15 Millionen Grad Celsius. Von dort wird die Energie vorerst als Strahlung in Richtung Oberfläche befördert. Erst auf dem letzten Teil des Weges tritt an die Stelle der Strahlung der Transport durch Konvektion (Aufsteigen heißer Gasblasen). Durch die Konvektion kommt es auch zu Magnetfeldaktivität. Die Bewegung des Gases lässt elektrische Ströme – und damit auch Magnetfelder – entstehen. Wenn diese Magnetfelder gelegentlich an bestimmten Stellen zu stark werden, können sie aber auch das Aufsteigen des heißen Gases behindern. Dann wird die Sonne an diesen Stellen kühler und dunkler, und ein so genannter Sonnenfleck ist entstanden.
Die Erde umkreist die Sonne in einer elliptischen Umlaufbahn, wobei ein voller Umlauf ca. 365 Tage dauert. Die Jahreszeiten ergeben sich aus der etwas schiefen Stellung des Erdachse (um die sich die Erde um sich selbst dreht): So ist beispielsweise zu einer bestimmten Zeit auf demjenigen Teil der Erde, der der Sonne näher ist, Sommer, während auf dem entsprechenden sonnenferneren Teil Winter herrscht.

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